Winston Churchill und das Coaching

Winston Churchill und das Coaching: wie militärische Kernkompetenz in der VUCA Welt Veränderungen begleiten kann

Im militärischen Kontext ging es immer schon darum, das richtige zur richtigen Zeit in der richtigen Art und Weise zu tun, Entscheidungen waren von existentieller Tragweite und mit hohem Risiko behaftet. Militärische Planung ergo immer auch Risikomanagement. Systemisches militärisches Denken und militärische Prinzipien haben daher in ihren Grundzügen viele Jahre überdauert und wurden oft in andere Disziplinen kopiert, nicht umsonst findet man die Überlegungen früher Militärstrategen immer wieder auf den Bestsellerlisten aktueller Managementpublikationen. Ein gutes Beispiel ist hier sicherlich der Klassiker von Sun Tzu (2008) „Die Kunst des Krieges“.

Der Erfolg militärischer Planungsstrategien liegt traditionell vor allem darin, dass sie dem Anwender ermöglichen, situativ adäquate Veränderungsideen in einem hochkomplexen System mit konkurrierenden Akteuren zu erarbeiten und diese auch umzusetzen. Diese Aufgabe und diesen Anspruch haben heutzutage gleichermaßen militärische Entscheider und auch eben auch Führungskräfte in Organisationen.

Militärstrategische Planungsverfahren als Antwort auf VUCA?
Obgleich der Begriff VUCA (volatile, uncertain, complex, ambigous), der ja im militärischen Umfeld geprägt wurde, in die Welt des Wirtschaftsjargons übernommen wurde, geschah dasselbe nicht mit den Verfahren, mit denen militärische Entscheider der VUCA-Welt begegnen. Das erscheint unlogisch, da militärische Planungsverfahren die proaktive Gestaltung von Veränderung in der VUCA-Welt in besonderem Maße unterstützen. Provokant formuliert könnte man sagen, dass die klassischen Zielsetzungen militärstrategischer Planung, nämlich: Angriff, Verteidigung und Stabilisierung, auch generische Handlungsziele individuellem und organisationalen Handelns sind. Um dies zu begreifen, muss man die martialisch klingenden militärischen Worte lediglich in ihrer Bedeutung übersetzen:

  • Angriff = Wachstum, Durchsetzung, sich behaupten.
  • Verteidigung = Abgrenzung, Selbstschutz, Bewahrung, Umgang mit Aggression.
  • Stabilisierung = Innere Balance, Reflexion, nachhaltige Ressourcennutzung.

Bei all diesen Zielsetzungen gibt es viele Argumente für den Rückgriff auf erprobte Tools und Methoden militärischer Planung:

Militärische Planungsverfahren wurden schon sehr früh für die Lösung integrativer und hochkomplexer Problemstellungen verwendet – die eigentlich gar keinen militärischen Charakter aufweisen. Bis heute wird Peacekeeping in Krisenregionen nach den Grundsätzen der militärischen Analyse bewertet und viele internationale Organisationen – wie z.B. die OSZE – haben Elemente militärischer Planung in ihre Toolbox übernommen.

Militärische Planungsverfahren können sich ohne Furcht vor einer Insolvenz entwickeln. Militärische Organisationen werden nicht vom Markt gedrängt, wenn sie Fehler machen, sondern können aus Fehlern lernen.

Militärische Planungsverfahren unterliegen nicht der Eitelkeit des Marktes

Marketing oder sexy Bezeichnungen für Methoden spielen keine Rolle. Eine Methode in der Militärstrategie setzt sich nur dann durch, wenn durch ihren Einsatz ein beobachtbarer Gewinn erzielt wird.

Tested in reality: Militärische Verfahren müssen sich in der Praxis bewähren, um übernommen zu werden. Einsatz von Militär spielt sich immer in komplexen, und dynamischen Situationen ab. Die Planung muss daher flexibel und robust sein und Verfahren werden nur übernommen, wenn sie den Ansprüchen an die Umsetzbarkeit und Praktikabilität genügen.

Die Brücke zwischen Vision und Ausführung: Operational Art schlägt eine Brücke zwischen der Vision des Entscheiders und der Operationsplanung der zuständigen Fachleute. Damit wird sowohl die Möglichkeit der Integration aller notwendigen Expertisen, als auch die Mitnahme auf der Umsetzungsebene sichergestellt. Und das ist die wohl größte Herausforderung jeglicher Organisationsveränderung: Die Menschen mitnehmen.

In Extremsituationen getestet: Bei militärischer Planung auf allen Ebenen geht es um essentielle Entscheidungen, die oft die Gefährdung von Leib und Leben vieler Menschen berühren. Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass militärische Planung regelmäßig in Extremsituationen evaluiert wird.

Unsere Weiterbildungsangebote für erfahrene Coaches ermöglichen einen Blick in die Coaching-Toolbox von PLANUNDSINN, die diese Verfahren in die Sprache des Coachings übersetzt haben.
Der strategische Veränderungsplan ermöglicht es Coaches, sich selbst und ihren eigenen Prozess zu reflektieren und das Profil zu schärfen. Er ist einsetzbar für Einzelne, Teams, Organisationen, die sich im Umbruch, in Krisen oder in Entwicklungsprozessen befinden.

PLANUNDSINN ist eine innovative Coaching-Agentur mit Sitz in Köln und deutschlandweitem Angebot. Gegründet von Judith Wegener, mit langjähriger PE-Konzernerfahrung und Jan Zöller, interner Coach der Bundeswehr, vereinen beide das Beste aus Militär und Wirtschaft zu einem einzigartigen Angebot in den Bereichen Coaching, Teamentwicklung, Workshops und Coach–Weiterbildung. Militärische Planung verbinden sie mit einer systemischen Coachinghaltung.

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