joot! Susanne Stammel

Was kann der stationäre Einzelhandel?

Er ist da –
Er ist real –
man kann ihn fühlen.

 

Früher sind wir Sonntags mit der Familie bummeln gegangen und haben Schaufenster betrachtet. Wir waren an der frischen Luft, haben uns bewegt, waren neugierig, fanden schön, lustig oder überflüssig. Wir haben uns eine Meinung gebildet, haben uns ausgetauscht. So sind wir durch ganze Einkaufsstraßen oder Viertel spaziert und  sind anschliessend noch ins Cafe, Restaurant oder Kino gegangen. – Wir haben aktiv an unserem Leben teilgenommen.

Dann kam der Fortschritt … Ja, irgendwie sind wir vor uns selbst fortgeschritten…

Wie wir alle wissen, bietet sich in den Städten nunmehr immer weniger „Bummelfläche“. Sogar Park- und Waldflächen werden immer kleiner, Bebauungspläne dagegen dichter. Ballungszentren größer. Individualität kleiner.

Und jetzt, zu dieser Zeit – da sitzen wir vor dem Computer – zu Tages- und Nachtzeiten – mal eben zwischendurch, wenn wir eigentlich etwas ganz anderes machen müssten – und kaufen uns schnell etwas zum Anziehen.

Viele von Ihnen wissen, was ich über Kleidung denke. Das ist ein separates Thema.

Ich finde, ohne Herz Kleidung zu kaufen, macht nicht glücklich.

Der stationäre Einzelhandel, die kleinen Geschäfte, die Fachgeschäfte, die Boutiquen, die Buchhandlungen, die richtigen Bäcker, der Metzger meines Vertrauens, sie können alle so viel für uns tun –

  • Wir können wieder bummeln
  • Wir können uns ein wenig zerstreuen
  • Wir können uns fallen lassen
  • Wir können uns überraschen lassen
  • Wir können einen schweren Tag zu einem leichten Tag werden lassen…
  • Wir können Bedürfnisse befriedigen
  • Wir können unterstützen
  • Wir können aufklären
  • Wir können wahrnehmen und umsetzen
  • Wir können lächeln

Über all die Jahre habe ich Menschen erleben dürfen, die in mein Geschäft gekommen sind – aus Neugierde, natürlich auch aus einem Bedarf heraus, weil sie sich ablenken wollten, weil sie traurig waren, weil sie schlecht gelaunt waren, weil sie sich belohnen wollten, weil sie einfach mal rein schauen wollten – alles Gründe, denen eine Empfindung zu Grunde liegt. Tatsächlich kann ich hier in den allermeisten Fällen sagen,  dass die Erwartungen erfüllt wurden. Ohne Eitel sein zu wollen, aber die meisten Menschen verlassen joot! mit einem Lächeln auf den Lippen. – Auch, oder gerade wenn sie vorher schlechte Laune hatten. Das schaffe ganz gewiss nicht immer ich alleine, das macht unsere Atmosphäre, unser Team, das machen auch die anderen Kunden im Geschäft. Hier findet ein Miteinander statt. Menschen, die sich nicht kannten, beraten sich gegenseitig, Unterhaltungen entstehen – einfach so. Bei uns kann mann sein, man kann auf sich wirken lassen, man kann ausprobieren, man kann sich einlassen,  man kann dabei sein – joot! kann, wenn Sie möchten, jedesmal zu einem kleinen Erlebnis werden – ganz ehrlich, das kann kein Computer –

Vielen Dank für ihr Vertrauen und für Ihre Zeit

Ihre Susanne Stammel

www.joot-mode.de


TrainerTalk

Persönliches ist anziehend – stationärer Einzelhandel, warum? Bei mir zu Gast ist die Unternehmerin Susanne Stammel – sie ist seit 20 Jahren erfolgreich mit joot! Anziehen & Leben in Köln-Junkersdorf!  Mehr zu joot! erfährst erfahren Sie hier: www.joot-mode.de

Auf Facebook können Sie das Interview in voller Länge ansehen: www.facebook.com